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Naturschutzgebiet Weschnitzinsel von Lorsch

Südlich der Herrenbrücke erstreckt sich beidseits der Alten Weschnitz das Naturschutzgebiet "Weschnitzinsel von Lorsch". Roter und schwarzer Milan, Bussard, Baumfalke und im Winter manchmal der Merlin und andere Greifvögel haben hier ein Nahrungsbiotop gefunden. Der Große Brachvogel hat sich auf diese mit 200 Hektar letzte große zusammenhängende Wiesenfläche im südhessischen Raum zum Brüten zurückgezogen. Bis zu den Nachbargemeinden im Süden breiteten sich vor rund 50 Jahren noch riesige Wiesenflächern aus, die bis zu 15 Brachvogelpaaren als Brutgebiet dienten. Heute kommen jährlich nur noch drei bis fünf Paare als Brutvögel zur Weschnitzinsel zurück.

Im Jahre 1979 wurde dieses Gebiet als Naturschutzgebiet sichergestellt, das heißt dort sollen Natur und Landschaft, wildlebende Pflanzen- und Tierarten besonders geschützt werden. Ca. 1,2 % der Fläche des Bundesgebietes sind zur Zeit als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Wie notwendig dieser besondere Schutz ist, belegen folgende Zahlen: Rund 35 % aller Farn- und Blütenpflanzen, 50 % der Säugetiere und Vögel sowie 70 % aller Fische und Rundmäuler gelten nach den "Roten Listen" in der Bundesrepublik als gefährdet. Besonders wertvolle Lebensräume sind Feuchtgebiete und ungenutzte Randstreifen an Gewässern sowie Hecken und Feldgehölze.

Bei Hochwasser, wenn das Flußbett der Weschnitz die großen Wassermassen nicht fassen kann, dient dieses Gelände übrigens als Rückhaltebecken.

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Blick auf das Naturschutzgebiet Weschnitzinsel von Norden

Blick auf das Naturschutzgebiet Weschnitzinsel von Norden. Gut zu erkennen die alte und die neue Weschnitz, die das Naturschutzgebiet eingrenzen. Rechts der Bildmitte ist am dunkleren Grün der Verlauf der Altmäander zu erkennen.

Luftbild von Südwesten

Luftbild von Südwesten. Am oberen Bildrand ist die Erlache zu erkennen.


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