Geb. am 14.12.1913 in Weilburg an der Lahn.
verstorben am 01.10.2006
Beisetzung auf dem Bergfriedhof Bensheim-Auerbach.
Nach dem Abitur nahm er das Studium an den Universitäten Gießen und Königsberg auf. Seine Promotion erfolgte 1938 an der Universität Gießen. Nach Krieg und Gefangenschaft war Dr. Lommel von 1949 bis 1951 Referent im Hessischen Ministerium des Inneren in Wiesbaden. Am 30.03.1951 wurde er zum Landrat des Kreises Bergstraße gewählt. Nach zwei Wiederwahlen auf die Dauer von jeweils 12 Jahren trat er 1976 - nach 25 Jahren Tätigkeit als Landrat - in den Ruhestand.
Viele Ehrungen und Auszeichnungen sind Dr. Lommel zuteil geworden: der Von-Thienhoven-Preis der Stiftung Freiherr vom Stein, die goldene Ehrenplakette des Landes Hessen, die Ehrenplakette des Kreises Bergstraße und das Große Bundesverdienstkreuz.
Unter Dr. Lommels Amtsführung vollzog sich im Kreis Bergstraße eine außerordentliche, in ihren Dimensionen weit in die Zukunft reichende Aufbau- und Entwicklungsarbeit.
Für das Kulturerbe Königshalle und das ehemalige Kloster Lorsch setzte er sich ganz besonders ein. So ist ihm unter anderem die Rettung des südlichen Klosterareals vor einer Überbauung zu verdanken. Die Übersetzung des Lorscher Urkundenbuches, Codex Laureshamensis, förderte er sehr; ebenso wie die Herausgabe der Geschichtsblätter des Kreises Bergstraße. Dem Einsatz Dr. Lommels ist es zu verdanken, dass der von der amerikanischen Besatzungsmacht geplante Tiefflieger-Flugplatz im Lorscher Wald nicht zur Ausfühung kam.
Aufgrund seiner Verdienste um Lorsch wurde Dr. Lommel am 25.01.2001 die Ehrenbürgerwürde verliehen.
| Paul Schnitzer Geb. am 05.11.1934 in Lorsch, Von Beruf war Paul Schnitzer bis zu seiner Pensionierung Oberstudienrat am Alten Kurfürstlichen Gymnasium in Bensheim. Die Pflege des kulturellen Erbes der Stadt Lorsch lag ihm besonders am Herzen, wobei sein Engagement in besonderer Weise dem Aufbau, der Betreuung und der Präsentation der Sammlungen der Stadt Lorsch galt. Gleiches gilt für das Stadtarchiv. Viel Kraft und Zeit investierte Paul Schnitzer in die Aufarbeitung der Klostergeschichte und die Erhaltung der Klosteranlage. Durch seinen unermüdlichen Einsatz trug er maßgeblich zur Gründung des Museumszentrums bei, dessen Eröffnung er leider am 25.09.1995 nicht mehr miterleben konnte. Sein Fachwissen brachte er in verschiedenen überregionalen Verbänden ein; so in den Vorständen des Hessichen Museumsverbandes und der Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine des Kreises Bergstraße, deren Vorsitzender er über viele Jahre gewesen war. Aber auch in seiner Eigenschaft als langjähriger Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins und Kommunalpolitiker hat sich Paul Schnitzer große Verdienste erworben. Sein vorbildliches ehrenamtliches Wirken wurde mit der Verleihung der Friedrich-Behn-Medaille und der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland anerkannt. Die Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Lorsch erfolgte posthum in einer Festsitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, dem 25.01.2001 im Paul-Schnitzer-Saal des Museumszentrums. Vorausgegangen war ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung am 30.11.2000. |
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Karl Josef Minst Geb. am 26.4.1898 in Triesen/Liechtenstein, Karl Minst war lange Jahre Klosterverwalter und befasste sich eingehend mit den Schriften der ehemaligen Fürstabtei Lorsch. 1949 erschien seine erste Monografie "Das Königskloster zu Lorsch - sein Entstehen - Bestehen - und Vergehen". Von 1964 bis 1972 war er mit der Übersetzung des Codex Laureshamensis aus der lateinischen Ursprache in die deutsche Sprache beschäftigt. Innerhalb von 7 Jahren hatte Karl Minst 5 Bände mit 1.500 Druckseiten übersetzt. Er zeichnete auch über viele Jahre für den Führungsdienst im Kloster Lorsch verantwortlich. Die Verleihung der Ehrenbürgerrechte erfolgte 1972. |
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Albert Ohlmeyer Geb. am 31.10.1905 in Münster/Westfalen, Nach dem Abitur trat Albert Ohlmeyer in die Benediktinerabtei Gerleve bei Coesfeld, wo er 1930 die Priesterweihe erhielt, ein. Ab 1942 wurde die Klosterfamilie von den Nationalsozialisten ausgewiesen. Als die Ordensbrüder 1948 nach Gerleve zurückkehrten, wurde Albert Ohlmeyer Prior der Abtei und wenig später am 1.1.1949 vom Konvent der Benediktinerabtei Neuburg bei Heidelberg zum Abt gewählt. Neben vielen anderen Tätigkeiten war Abt Dr. Albert Ohlmeyer Prior der Südwestprovinz des Ritterordens vom Heiligen Grab. Am 1.1.1977 trat er nach 28 Jahren als Abt der Benediktinerabtei Neuburg zurück. Im Jahre 1995 konnte er auf drei festliche Anlässe zurückblicken: Seinen 90. Geburtstag, 50 Jahre Priester und 70 Jahre seit seiner ersten Profeß. Abt Ohlmeyer wurde 1965 wegen der Verdienste um die Pflege der Verbindung zwischen Lorsch und Neuburg, des letzten noch bestehenden Tochterklosters der Reichsabtei Lorsch durch die Gemeindevertretung zum Ehrenbürger ernannt. |
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Friedrich Behn Geb. am 14.2.1883 in Neustrelitz/Mecklenburg, Professor Friedrich Behn studierte in Heidelberg und Rostock Archäologie. 1922 übernahm er das Amt des Bodendenkmalpflegers in Südhessen, verbunden mit der schwerpunktmäßigen Verlagerung seiner Arbeiten in den hiesigen Raum. Seine Grabungen in Lorsch in den Jahren 1927/28, 1932/33 sowie weitere Untersuchungen bis zum Jahre 1937 führten zu neuen Erkenntnissen. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm er den Lehrstuhl für Vor- und Frühgeschichte an der Universität Leipzig. Aufgrund seiner Verdienste bei Klosterausgrabungen und seiner engen Verbundenheit mit der Stadt Lorsch wurde er 1965 zum Ehrenbürger ernannt. Im Jahre 1983, aus Anlass seines 100. Geburtstages, hat die Stadt Lorsch den nach ihm benannten Kulturpreis geschaffen. |
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Heinrich Johannes Heinstadt Geb. am 19.8.1872 in Oppershofen/Oberhessen, Pfarrer Heinstadt kam im Juli 1904 nach Lorsch und gestaltete bis zu Beginn des Dritten Reiches in nicht geringem Maße das Lorscher Ortsgeschehen mit. Während seiner 38-jährigen Amtszeit wurden das Krankenhaus und der kath. Kindergarten "St. Nazarius" in der Stiftstrasse gebaut. Außerdem wurde die Kath. Pfarrkirche durch die beiden Seitenschiffe erweitert. Seine Kanzelpredigten gegen die neuen Machthaber des Nazi-Regimes hatten in den Jahren von 1934-36 eine zweijährige Verbannung zur Folge. 1946 verlieh ihm die Gemeindevertretung die Ehrenbürgerwürde. |
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Friedrich Wilhelm Freiherr von Dörnberg Geb. am 5.7.1781 in Mansfeld, Friedrich Wilhelm Freiherr von Dörnberg kam 1807 als Forstmeister nach Lorsch. Während seiner Amtszeit in Lorsch machte er vor allem bedeutende Innovationen im Bereich der Betriebsregulierung, wozu auch der Wald-Feldbau zählte. Er ließ unbefriedigende Holzbestände roden und stellte die Flächen vorübergehend der landwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung. Später kultivierte er auf dem jetzt gelockerten Boden neue Waldbestände. Damit gelang es ihm, auf lange Sicht einen gesunden und qualitativ hochwertigen Holzbestand zu schaffen. Außerdem gab er auch der Not leidenden Bevölkerung die Möglichkeit, ihren Nahrungsmittel- und Brennholzbedarf zu decken und schuf Arbeitsplätze. Als er 1844 in die Oberforstdirektion Darmstadt berufen wurde, verlieh ihm der Gemeinderat zum Dank für die Errungenschaften seiner Arbeit die Lorscher Ehrenbürgerwürde. |
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