Lorsch packte beim ReiseMarkt Rhein-Neckar-Pfalz vom 06. – 08. Januar 2012 den berühmten Stier bei den Hörnern und ging mit der Großbaustelle rund um das Welterbe offensiv um. Auf großen Plakaten verkündete man selbstbewusst, was ein entsprechender Flyer en detail ausführte: Wer in den Jahren 2012 und 2013 nach Lorsch reist um das Kloster Lorsch zu besichtigen, bekommt Informationen, Einblicke und Vergünstigungen, die man ansonsten nicht erhält.
orsch. Vom Reichskloster Karls des Großen zum Weltkulturerbe der Menschheit“ mit weiteren Begleitveranstaltungen im Museumszentrum, täglich eine kostenlose einstündige Baustellenführung (ab 11. März), die Möglichkeit, an einem großen Preisausschreiben der Tourismusmarketing Kreis Bergstraße mit einhundertfünfundzwanzig Gewinnen teilzunehmen. Es gibt Vergünstigungen bei einigen örtlichen Gastronomien, hat man an einer Baustellenführung teilgenommen und schließlich die Chance, sich 2014 kostenlos durch das karolingische Freilichtlabor Lauresham führen zu lassen. An weiteren besucherfreundlichen Maßnahmen wird derzeit noch gefeilt, der „Baustellen-Flyer“ soll erweitert werden. So wird es angeregt vom Kuratorium Welterbe beispielsweise einen monatlichen Jour Fix auf der Baustelle geben.
äste die einmalige Gelegenheit, hinter die Kulissen eines UNESCO-Welterbes blicken zu können, Insiderinformationen zu erhalten und in die Baugruben zu schauen. Wir laden sie ein, uns zu begleiten. Und natürlich wiederzukommen, wenn alles fertig sein wird. Daneben gibt es die üblichen Führungsprogramme. Wir müssen und wir werden diese Situation offensiv nutzen. Alles andere wäre fahrlässig.“
s die Welterbestadt im Kurzreisplan der regionalen Touristen eine feste Größe ist. Entweder als Erinnerung, als Ziel, wo man „immer schon mal hinwollte“ oder auch als Ort, wo man gerne wieder einmal hin fahren möchte. „Über 60% unserer Gäste kommen aus der Region. Fast ebenso viele sind zwischen fünfzig und siebzig Jahre alt – das war genau das Profil der Mannheimer Messebesucher“, sieht Dewald die Aktion als erfolgreiche Werbemaßnahme für die Klosterstadt. „Die Reaktionen zeigen, dass man die Leute sehr wohl auch für außergewöhnliche Situationen interessieren kann. Wir freuen uns auf unsere Gäste – auch in Gummistiefeln und Bauhelm“, schmunzelt sie. Und schon am 19. Januar ist Lorsch mit der Initiative „Wegen Umbau: Geöffnet!“ auf der Urlaubsmesse CTM in Stuttgart vertreten.