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DER VOGELHÄNDLER

Operette in drei Akten von Carl ZellerBild von Wilhelm Keitel
Libretto von Moritz West und Ludwig Held

In einer Inszenierung von Wilhelm Keitel ist "der Vogelhändler" am 08.08.2010 in Lorsch zu sehen. Als Open-Air-Veranstaltung wird die Operette auf der Wiesenfläche neben dem Karolingerplatz aufgeführt.


Uraufführung
am 10.01.1891 im Theater an der Wien

Mit seinem "Vogelhändler" hat Carl Zeller Operettengeschichte geschrieben und mit Schenkt man sich Rosen in Tirol, Grüß euch Gott, alle miteinander und Ich bin die Christel von der Post sind ihm musikalische Welthits gelungen, die auch heute begeistern. Eindrucksvolle Kulissen und prächtige Kostüme, ein spielfreudiges Ensemble, ein stimmgewaltiger Chor und ein exzellentes Orchester schaffen einen Rahmen, der diese Aufführung zu einem unvergesslichen Abend macht.


Kurzinhalt

Eigentlich ist alles ganz einfach: Der Vogelhändler Adam will die Post-Christel und die will ihn auch. Aber dann bringt ein falscher Graf alles durcheinander und nichts mehr ist, wie es war. Da muss schon die Kurfürstin Marie persönlich einschreiten und alles wieder ins rechte Lot bringen.

Reine Spieldauer
2 Stunden

Als am 10. Januar 1891 im "Theater an der Wien" Carl Zellers Operette "Der Vogelhändler" uraufgeführt wurde und als ein Bombenerfolg einschlug, ging das später so genannte "Goldene Zeitalter der Wiener Operette" bereits seinem Ende zu. Die Wiener Operette! Des Volkes wahrer Himmel! Was waren die Zutaten? Eine Handlung, die nicht auf literarischen Ehrgeiz ausging, sofern sie nur Anlass zum Lachen oder Weinen gab, sofern sie nur vergnügte oder erschütterte. Die conditio sine qua non aber war die Musik. Die Musik mit einfachen Lied- und Tanzformen, die selten über das Duett hinauskommt, den Chor liebt und sich in den Finali zu großen kompositorischen Flügen erhebt, die aber eins unbedingt sein muss: Musik, die sofort ins Herz geht; Musik, die einen Ohrwurm nach dem anderen produziert, einen Ohrwurm, den in Windes Eile die ganze Stadt nachsingt oder pfeift, einen Ohrwurm wie Glücklich ist, wer vergisst (Die Fledermaus) oder Ach, ich hab sie ja nur auf die Schulter geküsst (Der Bettelstudent).

Aber kehren wir zurück zum "Vogelhändler" von Carl Zeller. Dieser Carl Zeller (1842-1898), ein Arztsohn aus Niederösterreich, war zu der Zeit, da er diesen musikalisch so reizvollen Operettenreigen vom Tiroler Vogelhändler Adam und seiner Christel von der Post, vom leichtsinnigen Grafen Stanislaus und seinem korrupten Onkel Baron Weps, vom imaginären Pfälzer Kurfürsten Sowieso und seiner so liebreizenden Kurfürstin Marie schrieb, gar kein Musiker, sondern er war Sektionschef im k. & k.  Unterrichtsministerium

Wien, ein promovierter Jurist, der aber bei den Sängerknaben der Wiener Hofkapelle aufgewachsen war und zu dieser Zeit schon durch einige Kompositionen aufgefallen war.

Dem Unterrichtsministerium war der Herr Sektionsrat so suspekt, dass es ihm anlässlich der bevorstehenden Aufführung des "Vogelhändlers" mit folgendem Brief beehrte: ... es wäre wohl natürlich, dass mit Rücksicht auf seine Eigenschaft als Staatsbeamter der Herr Dr. Zeller nicht auf der Bühne einscheinen könne ...

Dr. Carl Zeller erschien trotzdem und er erscheint noch heute auf einer Bühne, die er mit all den wunderbaren Melodien ausstattete, mit einer Musik, die noch heute von allen auch nur halbwegs dafür empfänglichen Menschen geliebt wird und von ihnen ins Herz geschlossen wurde.

Flyer

Kartenvorverkauf:

Karten für die Veranstaltung gibt es bei allen bekannten VVK-Stellen mit CTS und tel. unter 0180 5570000 oder 0621 101011.
Karten gibt es auch unter www.yellowconcerts.de und am Info-Schalter im Stadthaus Lorsch Tel.: 06251/5967-0.







 
Stadt Lorsch, Tel: +49-6251-5967-0, Fax: +49-6251-5967-100, e-Mail: info@lorsch.de