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Brass-Band Biblis bläst „Blues Brothers”

40 Musiker begeisterten Lorscher Publikum am Benediktinerplatz

Mit einem Rock-Medley stimmte die 40köpfige Brass-Band aus Biblis die Zuhörer am Lorscher Benediktinerplatz auf ein zweistündiges musikalisches Erlebnis ein. Tapfer bliesen die Männer und Frauen Stücke der „Blues Brothers“ und bekannte Oldies. Obwohl der Schweiß den Musikern in Strömen über das Gesicht lief, trotzten sie der Gluthitze, intonierten alte Hits und Evergreens Bild von der Brass Band Biblisund unterhielten damit das zahlreich in den Eis-Cafés sitzende Publikum, das sich an Gefrorenem und kühlen Getränken gütlich tat.

Unverständlich erschien den Menschen, dass die Band nicht vor dem Rathaus spielen durfte, nur damit der Zugang zur Nibelungeninformationsstelle frei blieb. Nicht einmal für Schirme zum Schatten spenden hatte die Stadt gesorgt. Da half auch die klassische Dixielandmelodie „Ice Cream“ nicht viel. Weißes Hemd, rote Krawatte, die Damen trugen einen roten Schal, und schwarze Hosen prägten das Bild. Posaunen, Trompeten, Saxophone, ein Euphonium, Glockenspiele und eine Rhythmusgruppe sorgten für den guten Ton.
Überragt wurden alle Bandmitglieder aber von drei großen weißen Sousaphonen), deren Basstöne alles übertrumpften und oft das Tüpfelchen auf dem „i“ waren. Erfinder ist John F. Sousa, Kostenpunkt pro Instrument 6000 Euro aufwärts, bezahlt vom Musikverein.

„Ein bisschen Spaß muss sein“ zog sich als Grundmelodie durch einen Mix bekannter Schlager. „Let me entertain you“, wie alle Lieder arrangiert von Bandleader und Dirigent Thomas Reis, regte das Publikum zum Mitklatschen an. „Ballistic Brass“, mit Trompetensoli, heizte die Stimmung an. Mit „Sweet Caroline“ und „I’am a Believer“ spielte die Band zwei neue Stücke, die sie zurzeit noch einstudieren für ein Konzert am 19. und 20. März 2011 in der Bibliser Riedhalle. Mit Bill Haleys „Rock around the Clock“, Herbert Grönemeiers „Männer“ und „Ich war noch niemals in New York“ wurde die Stimmung immer weiter angeheizt. Zwar sollte der altbekannte Schlager „Marmor Stein und Eisen bricht“ den Abschluss des Konzertes bilden, das Publikum erklatschte sich aber noch eine Zugabe.

© Text und Bild: Norbert Weinbach



 
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