Erster Spatenstich für neue Sporthalle an der Lorscher Wingertsbergschule
„ersten Spatenstich“ zum Bau der neuen Sporthalle an der Wingertsbergschule. In ehrlichem Ringen um die Frage der Nutzung sei eine gute Lösung entstanden, ein Vorzeigeprojekt, beispielhaft für alle Bergsträßer Schulen, auf das am Ende alle stolz sein könnten. Schule und Bildung trügen Zinsen für die Zukunft unserer Kinder, stellte er fest. Es sei erfreulich, dass die Sporthalle auf dem Campus der Schule entstehe. Das bedinge kurze Wege und erhöhe die Freude am Sport. Durch diesen Neubau gewinne Lorsch an Attraktivität, was manche Bauentscheidung junger Ehepaare beeinflussen dürfte. Wichtig sei auch, dass die seither für den Sport genutzte Nibelungenhalle nun mehr Platz biete für
Kultur und Vereine. Musikalisch eröffnet hatten die kleine Feierstunde mit dem ersten Spatenstich die „Original Bläschbadscher“ Lorsch. Die Feuerwehr rundete das Ereignis mit Grillwürstchen und passenden Getränken ab. Schulleiter Berthold Thiede begrüßte die Schar der Interessierten. Er zeigte sich sicher, dass mit dem Bau der neuen Halle der Sportunterricht nach Lehrplan fast hundertprozentig erfüllt werden könne. Den ausführenden Firmen wünschte er ein unfallfreies Erstellen der neuen Halle. Es sei keine leichte Entscheidung für die Stadt Lorsch gewesen, diese neue Sporthalle zu bauen, unterstrich Bürgermeister Klaus Jäger in einer kurzen Ansprache. Nachdem der Kreis zuerst nur eine Gymnastikhalle habe bauen wollen, habe man nicht nur um einen geeigneten Standort und eine passende Finanzierung gerungen, sondern auch um den Bau einer echten Sporthalle. Lorsch habe neue Ideen produziert, habe sich erfinderisch gezeigt und die entscheidenden Gremien von dem neuen Projekt überzeugen können. Die Finanzierung auf 30 Jahre, könne die Stadt tragen. Jetzt müsse man sehen, wie man die Nibelungenhalle renovieren und dieses Konzept auch finanziell verkraften könne. Nach der Aufstellung der federführenden „Gebäudewirtschaft Kreis
Bergstraße“ betragen die Gesamtkosten für den Hallenbau 1,75 Millionen Euro. Eine Million wird von der Stadt Lorsch über das Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen finanziert. Der Kreis Bergstraße stelle 750.000 Euro bereit. Bevor der obligatorische „erste Spatenstich“ von mehreren an dem Projekt beteiligten Personen vorgenommen wurde, gab Dipl. Ing. Marko Jäger vom Architekturbüro Thomas Grüninger aus Darmstadt einen kurzen Abriss über die Entstehungsgeschichte des Baus. Es sei keine leichte Aufgabe gewesen, die Rahmenbedingungen für das Projekt zu erfüllen und die finanziellen Vorstellungen einzuhalten. „Hier wird eine Halle auf einen Tisch gestellt“. Im Obergeschoss würden eine große Einfeldturnhalle von rund 440 Quadratmetern entstehen, ein 125 Quadratmeter großer Gymnastikraum und Platz für Geräte. Die untere Ebene sei für Umkleide- und Technikräume vorgesehen. Es mache Spaß, hier zu bauen, weil die Gremien schnelle Entscheidungen getroffen hätten. Die Barrierefreiheit des Gebäudes werde durch einen Behindertenlift gewährleistet, erklärte Werner Vinzenz, Leiter der Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße. Die Halle solle bis Sommer 2011 fertig gestellt sein. Die Baugenehmigung war Anfang Juni erteilt worden.