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Stadt Zwevegem mit neuem Logo „Z“

Lorscher Partnerstadt hat sich vom Patriarchalischen zur Moderne gewendet

Anfang Juli begehen die Partnerstädte Lorsch, Le Coteau in Frankreich und Zwevegem in Belgien wieder einmal ihre offizielle Neues Logo von Zwevegem„Jumelage“. Das ist das Freundschaftstreffen der „Offiziellen“. Dieses Mal treffen sich Kommunalpolitiker und zum Teil auch Vereinsvertreter in der flämischen Gemeine Zwevegem. Da werden sich dann einige wundern, die schon lange nicht mehr dort waren, was aus dieser einst patriarchalischen, von der adligen Familie Bekaert Bild von der Winkraftanlagegeprägten, Gemeinde geworden ist. Hier sind nämlich nicht nur die Ortsstraßen renoviert und neue Umgehungsstraßen gebaut worden, hier sind auch neue Wohn- und Industriegebiete entstanden. Hier spielt der einstige dominierende Konzern der Familie Bekaert (die Baronsfamilie stellte auch zwei Bürgermeister und ließ öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbad und Sportzentrum bauen) nicht mehr die dominierende Rolle. Hier sind kleinere Betriebe entstanden, die für Steuereinnahmen sorgen. Hier wurden entlang der Umgehungsstraße nach Knokke Windkrafträder aufgestellt zur Stromerzeugung, direkt vor der Haustüre von Zwevegem. Hier wird viel getan für Sport und Kultur. Auch ein neues Rathaus (ein renovierter Altbau) werde entstehen, sagten im vergangenen Jahr die Bürger. Seit diesem Jahr verfügt Zwevegem über einen sehr modernen Bibliotheksbus. Damit sollen auch die Einwohner in den Genuss guter Literatur kommen, die in den Ortsteilen wohnen oder einfach nur ein wenig weiter weg vom Zentrum. Seit diesem Jahr gibt es auch einen eigenen Fernsehkanal, „TV Zwevegem“, der vor allem Beiträge von Sport und Kultur bringt. Wer seine Gemeindeverwaltung erreichen will, kann das jetzt kostenlos machen mit einer 0800-Nummer. Äußeres Zeichen der Umwandlung ist auch die monatlich erscheinende Zeitschrift „Infokrant Zwevegem“. Sie berichtet über alles, was in der Gemeinde und ihren Ortsteilen vor sich geht. Bisher war ihr Erkennungszeichen immer das gestrichelte Gemeindewappen auf gelbem Grund. Seit März 2010 hat die Stadt aber ein neues Logo (auch Lorsch verfügt über ein neues einfaches Logo), ein „Z“, das aus aneinander gereihten Punkten besteht. Die sollen an eine DNA erinnern, sollen Symbol der Zusammengehörigkeit sein und die Identität zwischen den Ortsteilen in den kommenden Jahren verbessern, wie Bürgermeister Claude Vanwelden in der März-Ausgabe der „Infokrant“ schrieb. Man darf gespannt sein, welche Eindrücke die Lorscher Kommunalpolitiker aus ihrer belgischen Partnerstadt mitbringen.

© Text und Bilder: Norbert Weinbach





 
Stadt Lorsch, Tel: +49-6251-5967-0, Fax: +49-6251-5967-100, e-Mail: info@lorsch.de