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Nibelungenzug bahnt sich 2010 wieder seinen Weg durch die Region

Nach der erfolgreichen Premiere vor zehn Jahren gibt es eine Neuauflage
vom 24. April bis 16. Mai / Eröffnung in Freudenberg am Main

Ein Großereignis naht unaufhaltsam mit Riesenschritten: Vom 24. April bis zum 16. Mai bahnt sich der Nibelungenzug seinen Weg Plakat zum Nibelungenzug 2010durch die Region. Mit Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern sind vier Bundesländer an der Neuauflage beteiligt. Vor zehn Jahren feierte der Nibelungenzug seine Premiere — mit einem immensen Publikumsinteresse und einem beachtlichen Medienecho. Heuer wird es nicht anders sein, üben die Nibelungen doch seit jeher eine ungebrochene Faszination aus. Da sind sich die Verantwortlichen der Arbeitsgemeinschaft „Nibelungen-Siegfried-Straße” einig, an dessen Spitze der frühere, langährige Bürgermeister von Lindenfels, Peter C. Woitge, steht. Mit einem ganztägigen Programm erfolgt der Start des Nibelungenzugs am 24. April in Freudenberg am Main. Seinen Abschluss findet das Spektakel vier Wochen später in Worms am Rhein.

Dass der Nibelungenzug nach der geglückten Premiere im Jahr 2000 aus Anlass der 800-jährigen Geschichte des Nibelungenlieds und dem eigens ausgerufenen „Nibelungenjahr” abermals zu einem großen Erfolg wird, dafür ziehen die beteiligten Kommunen, Vereine und Institutionen an einem Strang. Und wieder gibt es — ein Jahrzehnt später — einen aktuellen Bezug, wurden die Nibelungenlied-Handschriften doch im vergangenen Jahr in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen — einem weiteren Ritterschlag, der mit der offiziellen Auszeichnung im Januar in der Bayerischen Staatsbibliothek in München vollzogen wurde. Welchen Stellenwert der Nibelungenzug hat, zeigt auch die Tatsache, dass gleich vier Ministerinnen und Minister die Schirmherrschaft übernommen haben: die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Emilia Müller, Staatsministerin für Bundes- und Europa-Angelegenheiten in der bayerischen Staatskanzlei, und ihr Pendant im Staatsministerium Baden-Württemberg, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart.

Mittelalter zum Anfassen
Stationen des Nibelungenzugs, der Kultur und Tourismus auf ideale Weise länderübergreifend verbindet, sind Freudenberg am Main, Miltenberg, Amorbach, Walldürn, Buchen, Beerfelden-Hetzbach, Erbach/Michelstadt, Mossautal, Grasellenbach, Lautertal, Reichelsheim, Lindenfels, Fürth, Bensheim, Lorsch, Bürstadt und Worms. In allen Städten und Gemeinden wird ein umfangreiches Programm angeboten: Mittelalterliche Märkte, buntes Nibelungentreiben mit Gauklern, historische Musik und Spiele, mittelalterliche Konzerte und ein ebensolches Spectakulum. Überdies sollen Erlebniswanderungen, etwa zu den geheimnisvollen Kobolden im Felsenmeer, kleine und große Gäste aus Nah und Fern anziehen. Nicht fehlen im über hundertköpfigen Tross — Motto: „Dem Drachen nach” — dürfen natürlich Siegfried, Brünhild, Kriemhild und der hinterhältige Hagen. Kulinarisch steht natürlich auch alles im Zeichen des Mittelalters: Ochs am Spieß und Schmankerl aus früheren Jahrhunderten beispielsweise werden aufgetischt, zünftig umrahmt, mal von einem Burgunderlager, einem mittelalterlichen Frühschoppen, einem Nibelungen-Frühstück oder einem Nibelungenlager mit Jagdhornbläsern. Das passt hervorragend, war doch der Odenwald einst das Jagdgebiet der Nibelungen.

Die Vorbereitungen für den zweiten Nibelungenzug laufen auf Hochtouren. In Mossautal im Odenwald fand unlängst eine Sitzung auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft „Nibelungen-Siegfried-Straße„ statt, bei der letzte Absprachen zwischen den Vertretern der Städte und Gemeinden getroffen wurden. Das Marketing sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Nibelungenzug liegt federführend bei der Tourismusmarketing GmbH; Kreis Bergstraße mit Sitz in Lorsch.

„Berggold” ein Höhepunkt
Bestens gerüstet ist bereits auch Freudenberg am Main: Rund 400 Einladungen für Ehrengäste wurden bereits für den 16. April verschickt, berichtet Bürgermeister Heinz Hofmann. An die Eröffnungsveranstaltung in der Alten Kirche schließt sich die Ausstellungseröffnung „Mythos Drachen” in der Amtshausgalerie an. Nach einem gemeinsamen Nibelungen-Essen im Mainvorland dürfte die Aufführung von „Berggold — Siegfrieds Kampf mit dem Drachen” — einem Spektakel in fünf Akten — zu einem der Höhepunkte gehören. Derzeit wird schon eifrig geprobt. Gegen 16 Uhr erfolgt der Abmarsch des Nibelungenzugs von Freudenberg mit Rast in Bürgstadt nach Miltenberg. Den ganzen Tag über bis am späten Abend findet flankierend im malerischen Freudenberg ein buntes Nibelungentreiben mit Gaukeleien, historischer Musik mit „Patapan” — den Spielleuten der Churpfalz — und zünftiger Bewirtung im Mainvorland statt. Bis der Schlussakkord in Worms mit einem mittelalterlichen Treiben rund um den Dom und der Ankunft des Nibelungenzugs über den Rhein kommend am 16. Mai gesetzt wird, werden die Straßen und Plätze entlang der Touristikstraßen von Mittelalter zum Anfassen geprägt sein.

Die Nibelungenzug-Neuauflage ist nicht nur eine konzertierte Aktion der vier Bundesländer mit ihren beteiligten Landkreisen und Kommunen, mit der Sparkassenstiftung Starkenburg (Heppenheim), dem Energieversorger HSE (Darmstadt) und der Privat-Brauer Schmucker (Mossautal) konnten auch finanzkräftige Sponsoren gefunden werden.

Infobox: Nibelungenzug 2010, 24. April bis 16. Mai, Informationen gibt es bei der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft „Nibelungen-Siegfried-Straße”, Burgstraße 37 (Kur- und Touristikservice), 64678 Lindenfels, Telefon 06255 / 30644, E-Mail: touristik@lindenfels.de sowie bei den beteiligten Stadt- und Gemeindeverwaltungen.

Weitere Informationen zum Nibelungenzug 2010 finden Sie hier: Informationen

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