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Die Lorscher Einsatzkräfte rückten im vergangenen zu jeweils 59 Brandbekämpfungen und Hilfeleistungen aus

Der Zeitaufwand ist deutlich gestiegen

Von "Amateuren", die ausschließlich zum Feiern zusammen kommen, kann bei den Freiwilligen Feuerwehren längst nicht mehr die Rede sein. Die Jahresstatistik 2009 des Lorscher Stadtbrandinspektors (StBI) Franz-Josef Schumacher ist ein Beleg dafür.

Feuerwehrmann und -frau müssen längst Spezialisten auf verschiedenen Gebieten sein, angefangen vom Erwerb der Bild von einer FeuerwehrübungFührerscheine, um die schweren Einsatzwagen zu lenken, bis hin zum Atemschutz. Auch die Brandschutzerziehung von Kindern im Kindergarten sowie in der Grundschule gehört dazu.
Regelmäßige Übungen

Um all diesen Aufgaben gerecht zu werden, wird immer wieder geübt, nicht nur an den Donnerstagen im Lorscher Feuerwehrgerätehaus, in der Stadt und in der Gemarkung.

Alleine deshalb kann der StBI nicht die genaue Zahl der geleisteten Arbeitsstunden vorlegen. Würde man alle Stunden zusammenrechnen, käme man aber sicher auf bis zu 30 000 Stunden.

Aufgelistet hat Franz-Josef Schumacher aber 59 Hilfeleistungseinsätze mit 1288 Einsatzstunden (2008: 1158 Stunden) und 59 Brandeinsätze mit 1637 Stunden. Zusammen ergibt das 2925 Stunden oder - aufs Jahr gerechnet - acht Stunden pro Tag. Im Jahr zuvor gab es "nur" 2214 Einsatzstunden.
13 Fehlalarme

Erhöht hat sich die Zahl der Einsätze auch wegen der neuen Brandmeldeanlagen im Johanniterhaus und im Gewerbegebiet Daubhardt. Bei den Bränden verzeichnete die Wehr 25 Kleinbrände, acht mittelschwere, fünf Großbrände und 13 Fehlalarme. Zu den Großbränden gehörten ein Brand in der Mannheimer Straße, ein Lkw-Brand auf der Rastanlage der Autobahn, einer auf dem Kompostplatz und ein Brand im Bereich der Kleingartenanlage. Dabei gehen Wehr und Polizei noch immer von Brandstiftung aus, auch wenn sie noch keinen Täter ermitteln konnten. Zu den Hilfseinsätzen gehörten auch Verkehrsunfälle, bei denen es zwei Tote zu beklagen gab.

Von den Mitgliedern der Feuerwehr sei im Einsatz niemand verletzt worden, berichtete Franz-Josef Schumacher. Insgesamt sind bei der Lorscher Wehr 84 Einsatzkräfte tätig, darunter drei junge Frauen.

Auf sie alle ist Verlass, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten. Bei der Jahreshauptversammlung im März werden fünf neue Leute in die Einsatzbereitschaft übernommen. Die Jugendfeuerwehr hat 34 Mitglieder. Sie feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Das wird vom 7. bis 9. Mai gemeinsam mit dem Kreisjugendfeuerwehrtag im neuen Feuerwehrgerätehaus ausgerichtet.

Der Neu- und Umbau dieser Anlage, einschließlich der Verlagerung des Feuerwehrmuseums wegen eines Wasserschadens, hat die Lorscher Wehr im abgelaufenen Jahr viel Zeit gekostet.

Stolz ist der Stadtbrandinspektor auf die Altpapiersammlungen, die seit fast 40 Jahren durchgeführt werden. Man habe im vergangenen Jahr 470 Tonnen eingesammelt, das bisher beste Ergebnis, und hoffe, mit den vier Sammlungen in diesem Jahr auf 10 000 Tonnen insgesamt zu kommen. Das sei der tatkräftigen Unterstützung der Bevölkerung zu verdanken, die auch die aufgestellten Container am Gerätehaus und hinter dem Betriebshof gut annehme.

© Text und Bild: Norbert Weinbach

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