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Erster Projektstandort des Auerrindprojektes in Rheinland-Pfalz eröffnet

Freilichtlabor Lauresham übersendet vier Tiere

Am Dienstag, 2. Juli, ist unter großer öffentlicher Anteilnahme in der Gemeinde Frankenstein im Landkreis Kaiserslautern der erste offizielle Projektstandort des Auerrindprojektes im Bundesland Rheinland-Pfalz eröffnet worden. Das etwa 25 ha große Beweidungsgebiet in Frankenstein-Nord wurde im Laufe der ersten Jahreshälfte von der Ortsgemeinde als Projektträger eingerichtet und vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium mitfinanziert. Das Experimental-archäologische Freilichtlabor Lauresham in Lorsch beteiligt sich mit vier Rindern an dem Projekt. 

Die mehr als drei Kilometer lange Waldweide im Biosphärenreservat Pfälzer Wald ist von besonderem Reiz und geprägt durch wechselnde Waldgesell-schaften und Steilhänge. Die nun von Lorsch nach Frankenstein verbrachte Zuchtgruppe des Auerrindprojektes soll im Sinne einer extensiven Ganzjahres-beweidung für eine Steigerung der Biodiversität auf der Fläche sorgen. Zudem wird sich die Weide aufgrund der eindrucksvollen Erscheinung der Tiere, die dem 1627 ausgestorbenen Auerochsen sehr nahe kommen, innerhalb kurzer Zeit zu einem neuen touristischen Anziehungspunkt der Region entwickeln.

Der Projektleiter des Auerrindprojektes und Leiter von Lauresham, Claus Kropp, zeigte sich hocherfreut über diese Entwicklung: „Es ist uns eine besondere Freude, dass das von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen ins Leben gerufene Auerrindprojekt nun bereits über Standorte in vier deutschen Bundesländern verfügt. Es kann einen wichtigen Beitrag für die Wissenschaft und den Naturschutz zugleich leisten.“ 

Die Anwesenheit mehrerer Landräte, Ortsbürgermeister sowie der rheinland-pfälzischen Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, Frau Ulrike Höfken untermauerte die Akzeptanz des von Ortsbürgermeister Eckard Vogel ins Leben gerufenen Beweidungsprojektes.

Hintergrund:

Zum einen möchte das Auerrindprojekt den Europäischen Auerochsen (Bos primigenius) intensiv erforschen und seine Morphologie und sein Erscheinungs-bild insb. für das Gebiet des Oberrheins näher kennenlernen. Zum anderen möchte das Auerrindprojekt versuchen eine Rinderrasse zu züchten, die dem Auerochsen sowohl in Bezug auf das Erscheinungsbild als auch Verhalten und die Genetik möglichst nahe kommt. Die Orientierung an der Wildform hat das Ziel Tiere zu züchten, die für naturnahe, extensive Ganzjahresbeweidungs-projekte in Naturschutz und Landschaftsentwicklung besonders gut geeignet sind. Mittel- und langfristig ist geplant, damit einen Teil der einst so großen Artenvielfalt wieder zu revitalisieren. Aus Perspektive der Vermittlungsarbeit kann mit den Beweidungsprojekten auch ein attraktives „Fenster“ in vergangene Ökosystemzusammenhänge geöffnet werden.

Weitere Informationen:

Claus Kropp
Leiter Lauresham / UNESCO Welterbe Kloster Lorsch
06251 / 51446
c.kropp@kloster-lorsch.de

Elisabeth Weymann
Pressesprecherin Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten
06172 / 9262-103 oder
0174 / 27167125
elisabeth.weymann@
schloesser.hessen.de