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Heinrich und Georg Metzendorf-Preis für das BIZ

Besucherinformationszentrum gewinnt den Wettbewerb

Zum zweiten Mal hat am Sonntag die Kulturstiftung für die Bergstraße den Hein-rich und Georg Metzendorf-Preis verliehen. Das Thema lautete:  „Bauen für den öffentlichen Raum“. Der Architekturpreis ging an das Besucherinfomationszen-trum der UNESCO Welterbestätte Kloster Lorsch. Auslober des Preises sind die Kulturstiftung in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten BDA Hessen und dem Deutschen Werkbund DWB Hessen, die damit die „gegenwärtige Bau-kultur und die öffentliche Beschäftigung damit“ fördern möchte. Einreichen können sowohl öffentliche Institutionen wie auch private Wohn- oder Geschäfts- und Gewerbegebäudebesitzer.

In diesem Jahr jedoch hatten sich nur öffentliche Träger mit ihren Vorschlägen gemeldet. Diese kamen aus Bensheim, Alsbach-Hähnlein, Zwingenberg und Lorsch. Bei sechs Einreichungen sprach sich die Jury 2019 für einen ersten Preise und eine Anerkennung aus. Die Anerkennung bezieht sich auf den neugestalte-ten Dorfplatz am Alten Rathaus in Zwingenberg-Rodau. Der 1. Preis ging an das Besucherinformationszentrum BIZ in Lorsch, geplant von dem Architekten Prof. Dipl.-Ing. Hans-Günter Merz. Das BIZ wurde im Rahmen der umfassenden Er-weiterungen und Investitionen in das Lorscher UNESCO Welterbe 2014 eröffnet. Schon im Februar 2018 hatte das Gebäude eine Anerkennung beim International „Prize for architectural Restoration“ der Universität Ferrara/Italien erhalten.

In der Begründung sprechen die Juroren von dem Gebäude als „Pforte zum Welt-kulturerbe Kloster Lorsch“ und beziehen sich damit sowohl auf den Masterplan als auch die mit dem Gebäude manifestierte Situation einer Ankunftssituation für die UNESCO Welterbestätte. Das gläserne Haus verknüpfe „unprätentiös und sensibel Landschaft, Gebäude und Außenanlage“, diene als „transparente Schleu-se“, sei dabei „formal zurückhaltend“ und vermittle „elegant“ zwischen den unter-schiedlichen Geländeniveaus.

Das BIZ dient heute als Sitz der Museumspädagogik und als Eingang zum Archä-ologischen Freilichtlabor Lauresham. Die geplante und ihm zugesprochene Auf-gabe als Eingang ins Welterbe wird es erst mit der Fertigstellung der Ankunfts-situation an diesem Ort erfüllen können.

Die architektonische Lösung eines Glashauses entspricht der Anforderung der möglichst weitgehenden „Unsichtbarkeit“, also optischen Durchlässigkeit des Ge-bäudes in der weitgehend agrarisch genutzten Landschaft. Die Jury zeichnete ebenfalls aus, dass das BIZ durch die Anlehnung an landwirtschaftlich genutzte Baukörper Bezug nimmt auf etwa die nahegelegene Tabakscheune, damit einen räumlichen Zusammenhang bilde und die Umgebung strukturiere.

Der Heinrich und Georg Metzdorf-Preis für das BIZ ist somit die vierte Auszeich-nung, die das überarbeitete und erweiterte Gesamtgelände des Lorscher UNESCO Welterbes gemäß des Masterplans von TOPOTEK 1 mbH und hg merz gmbh erhielt. 2016 wurde die Neugestaltung der Klosterdüne nach Plänen von Topotek 1 mit einem 1. Preis beim European Garden Award prämiert. 2018 er-hielt die umgebaute Zehntscheune (Architekten: Walter Sichau Architekten GmbH) die Joseph Maria Olbricht-Plakette des BDA Hessen. Der Vergabe an die oben genannte Bietergemeinschaft ging ein Architektenwettbewerb voraus, die Vergabe des Auftrages erfolgte durch die Stadt Lorsch und das Land Hessen.