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Pressemeldungen

 

„Ein Ort, an dem der Himmel offen ist!“

Gelungener 15. Welterbetag in Lorsch

„Alle sind herzlich willkommen!“ – dass diese Einladung zum 15. Welterbetag im Weltkulturerbe Kloster Lorsch nicht nur eine Überschrift war, spürten die zahl-reichen Gäste am vergangenen Sonntag wohltuend am eigenen Leib. Bei hoch-sommerlichen Temperaturen war das Zentrum der gelungenen Veranstaltung der mit Brot, Wasser und Wein gedeckte Tisch im Schatten einer alten Blutbuche. Und zwar dort, wo das ehemalige Refektorium den Mönchen in der Vergangen-heit als Speisesaal diente und wo am Welterbetag ein kühlendes Lüftchen wehte und ein weiter Blick bis in den Odenwald Erquickung bot, was viele Menschen lange verweilen ließ. Hier wurden die Besucherinnen und Besucher bedient und es entspannen sich viele Gespräche rund um das Welterbe, auch zwischen den Menschen an der Tafel, die sich gar nicht kannten, was besonders schön war.

„Die Leute fühlten sich in ihrem Welterbe zu Gast und zu Hause – das ist es ge-nau, was der Welterbetag der Bevölkerung vermitteln möchte!“ sagte eine der als Gastgebenden fungierenden Helferinnen und Helfer. Diese setzen sich zusam-men aus der bürgerschaftlichen Vertretung des Welterbes, dem Kuratorium Welt-erbe Kloster Lorsch, dem Team der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen und der Stadtverwaltung.

„Communio et communicatio“ war der Tag überschrieben, der das Zentrum des Lorscher Welterbes, die Klosterdüne, in den Mittelpunkt stellte. Unterschiedlichste Führungen, ein Vortrag des Welterbestättenleiters, Musik, der Besuch des Museums, des archäologischen Schaudepots Zehntscheune oder des nagelneuen Anthropologieraumes – die sämtlich kostenlosen Angebote wurden alle sehr gut angenommen. „Es herrschte eine überaus freundliche, entspannte und interessierte Atmosphäre, in der sich viele Menschen darüber austauschten, warum sie gerne nach Lorsch in das Welterbe kommen, was sie dort tun oder schätzen“, war als ein Resümee zu hören.

Das war auch die Frage, die es zu beantworten galt, wollte man eines der be-gehrten T-Shirts bekommen, die einem als „Erbtante“, „Erbonkel“ oder etwa „Erb-prinz“ etc. ausweisen. „Das Kloster Lorsch ist für mich immer ein magischer Ort“, gibt ein „Erbonkel an. Und ein „Erbschleicher“ bekennt ehrlich: „Ich bin ein Erb-schleicher, weil ich vom Kloster Lorsch profitiere, ohne etwas dafür zu tun.“ Es sei „eine Oase der Ruhe und der Stille“ sagen andere, und immer wieder wird die „wunderschöne Anlage“ gelobt. „Das Kloster stellt für mich den Mittelpunkt meiner Heimatstadt dar“, steht für einen Lorscher fest. “Die Wiese ist auch Spitze und die Bäume sind gut zum Klettern“ rühmt ein „Erbprinz“ die Vorzüge des Hü-gels, wohingegen eine „Erbprinzessin“ als Grund für ihre Welterbe-Begeisterung angibt: „Das Mosaik an den Wänden gefällt mir und die Geschichten finde ich spannend.“ Die ungewöhnliche, kommunikationsfördernde Aktion, ursprünglich von der Agentur RTS Rieger Team für das Welterbe Mittelrheintal entwickelt, wurde in Lorsch erfolgreich adaptiert.

„Der Welterbetag, immer am ersten Sonntag im Juni gefeiert, will die Identifi-kation der Bevölkerung mit dem Welterbe stärken. Das ist in diesem Jahr in Lorsch ausgesprochen gut, unangestrengt und auf überaus ansteckende Weise gelungen“, waren die Einladenden am Ende eine langen Tages glücklich. „Alle Besucher sind zugleich Erben und Botschafter unseres Welterbes – das war es, was die Leute gestern gespürt haben - toll!“

Foto: Stadt Lorsch