Neues WLAN-Angebot an der UNESCO Welterbestätte Kloster Lorsch: Schlösserverwaltung und Stadt Lorsch profitieren auch von Besucherzählung

Die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten und die Stadt Lorsch wollen rund um die UNESCO Welterbestätte Kloster Lorsch WLAN für Besucher anbieten. Am Donnerstag, 7. März, hat dort eine Testphase mit insgesamt zwölf Stationen begonnen. Das System der Firma IPSTER, die bereits im Herbst 2018 für einen freien Internetzugang am Bad Homburger Schloss sorgte, bietet zusätzlich eine anonymisierte, den Anforderungen der DGSVO genügende Zählung von Besuchern an. Eine dreimonatige Versuchszeit startet rechtzeitig zur Saison im Experimentalarchäolo-gischen Freilichtlabor Lauresham am 17. März mit dem Thementag „Feuer“.

Bisher war es nicht möglich, die Zahl der Besucher auf dem weitläufigen, sich auf 20 Hektar erstreckenden Welterbe-Areal zu erfassen, da es kostenfrei betretbar ist. Künftig sollen die Messgeräte, die jeweils 40–60 Quadratmeter ab-decken, nicht nur Basisdaten liefern, sondern auch quantitative Informationen zu Bewegungsbildern. Wie IPSTER-Geschäftsführer Tim Schätzke erläuterte, lasse sich überprüfen, von woher Touristen kommen, welche Wege sie nehmen und wie lange sie sich auf der Anlage zwischen der Innenstadt bis hinaus zum Besucherinformationszentrum und dem Tabakschuppen aufhalten.

Die Direktorin der Schlösserverwaltung, Kirsten Worms, nannte die Initiative in Lorsch „einen weiteren wichtigen Schritt bei dem strategischen Ziel, unsere Besucher in den Liegenschaften nach und nach mit offenem WLAN zu ver-sorgen“. Darüber hinaus ermögliche deren Zählung, museumspädagogische Angebote bei der Vermittlung des karo-lingischen Weltkulturdenkmals zielgerichteter zu planen. „Bisher kennen wir nur die Anzahl der Besuche, die mit dem Kauf von Eintrittskarten im Museumszentrum verbunden sind“, meint Dr. Hermann Schefers, der Leiter der Welterbe-stätte. Jetzt seien auch jene  Gäste zu quantifizieren, die sich nur das Klostergelände ansehen oder entlang der Kultur-achse spazieren gehen. 

Im Hinblick auf die Überlegungen zu einem Besucherparkplatz an der Welterbestätte sagte der Bürgermeister der Stadt Lorsch, Christian Schönung: „Wir hoffen, dass wir mit den installierten Geräten zweifelsfreie Zahlen bekommen, die uns bei weiteren Entscheidungen rund um das Welterbe und die Innenstadt verlässliche Grundlagen bieten.“ Auch die Auswirkungen des Welterbe-Tourismus auf den Einzelhandel und die Gastronomie ließen sich mit den Tracking-Daten besser beurteilen. Eine erste Analyse will IPSTER gleich nach dem Ende der Testphase vornehmen.

Weitere Informationen:

Elisabeth Weymann
Öffentlichkeitsarbeit Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten
elisabeth.weymann@schloesser.hessen.de
0174 / 2716125

Gabi Dewald
Leitung Kultur- und Tourismusamt
Magistrat der Stadt Lorsch
KULTour@lorsch.de
062 51 / 59 67-501