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Paeonia Laureshamensis – sehnlich erwartet

Die Lorscher Pfingstrose erstmals in kleiner Menge zum Verkauf

Es war 2013, dass in Lorsch deutschlandweit der erste kommunale Lehr- und Schaugarten für Pfingstrosen eröffnet wurde. Eine Pflanze, um die sich in Lorsch, allen voran durch den Heimat- und Kulturverein, schon seit Jahrzehnten in besonderer Weise gekümmert wird. Nachdem die dekorativen Superblüher auf dem Klosterhügel durch die Geländeumgestaltung keine Heimat mehr fanden, bekamen sie genau gegenüber ein neues Zuhause. Heute, fünf Jahre später, finden sich auf dem Südhang an der Nibelungenstraße und rund um die evangelische Kirche über 150 Arten und Sorten der Blume, die einst von Benediktinern über die Alpen nach Nordeuropa gebracht wurden. Fortan galt sie hier, wie beispielsweise schon lange in China oder etwa im antiken Griechenland, als wertvolle Heilpflanze.

Im 1250sten Jubiläumsjahr Lorschs pflanzte das damalige Pflegeteam um Gisela Steines dann am Welterbetag die erste Päonie, die nach Lorsch benannt worden war: die Paeonia lactiflora Laureshamensis. Eine einfach blühende, reinweiße Pfingstrose mit handtellergroßen Blüten, einem dichten goldenen Kranz aus Staubgefäßen und einer kirschroten Narbe. Die Laureshamensis ist pflegeleicht und ausgesprochen blühfreudig bei einem Wuchs von etwa 70 cm und einem guten Stehvermögen. Gezüchtet wurde sie vom österreichischen Pfingstrosenexperten Michael Miely. Jetzt wird die Lorscher Pfingstrose, deren “Geburtsjahr“ mit 2002 angegeben ist, erstmals zum Verkauf angeboten.

Neuzüchtungen brauchen von dem Bestäubungsversuch bis zu dem Moment, in dem man eine neue Sorte in den Verkauf bringen kann 18 – 20 Jahre. Allein der Samen keimt fünf Jahre, bis sich erste Triebe zeigen. Weitere sechs bis acht Jahre braucht es, bevor sich die ersehnte neue Blüte öffnet. Dann geht es mit der Vermehrung in Trippelschrittchen voran.

Auch in diesem Jahr konnte das Kultur- und Tourismus-Amt nur erste 13 Pflanzen der Lorscher Pfingstrose von dem Züchter aus Wels bekommen. Doch diese sind nun da und können als wurzelnackte Stauden zum Preis von 25 € erworben werden. Eine Pflanzanleitung für die Pflanzzeit jetzt, im Herbst, wird mitgegeben.

„Sicherlich eine ganz besondere Blume für jeden Lorscher Garten – oder auch ein tolles Geschenk aus Lorsch“, finden die Frauen im KULTour-Amt und wissen, dass die Pflanze schon von vielen Hobbygärtnerinnen und Pfingstrosenliebhabern sehnlichst erwartet wird. Ab dem 15. Oktober werden die Lorscher Pfingstrosen von 8 – 16 Uhr im KULTour-Amt in der Stiftstraße 1 verkauft, solange der Vorrat reicht (Fon 0 62 51.59 67-503). Der Verkauf ist nur gegen Barzahlung möglich.