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Pressemeldungen

 

Hier stinkt‘s zum Himmel!

Die Stadt als Mülldeponie

Bürgerschelte –ganz schlechtes Thema! – Keiner will das: Weder hören, noch vornehmen. Doch im Augenblick häufen sich die Missstände, die in ihrer Zusammenfassung eigentlich nur einen Schluss zulassen: Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt lassen das Verantwortungsgefühl für das Stadtbild ihrer Kommune vermissen.

Straße kehren? – Das war gestern!
Zu den Verpflichtungen aus Opas Mottenkiste scheint beispielweise das samstägliche Straßenkehren zu gehören. Dabei ist es kein spießiges Relikt irgendwelcher Erbenszähler, sondern eine satzungsgemäße Pflicht für Grundstückseigentümer. Dabei geht es nicht nur um den sauberen Anblick: Werden die Gehwege und Rinnsteine nicht regelmäßig von Sand, Laub und Unrat gesäubert, fließt das Regenwasser schlecht ab, staut sich zurück und sorgt auf Dauer für teuren Ärger. Eigentum verpflichtet – der Spruch war selten so aktuell wie heute.

Müllentsorgung – leicht gemacht!
Lorsch versucht seinen Bewohnerinnen und Bewohnern mit verschiedenen Mülldiensten entgegen zu kommen. So existiert neben den eigenen, regelmäßig geleerten Mülltonnen im Wertstoffhof die ortseigene Möglichkeit, verschiedenste Müllvorkommen los zu werden. Aber auch im öffentlichen Raum gibt es jederzeit zugänglich Müllcontainer. Für Glas (verschiedenfarbig), Kleider, Schuhe, Karton, Elektro- und Kleingeräte, Hundkot, und natürlich ganz normale Abfalleimer.

Doch verwundert stellt man fest, dass überall in Lorsch die Containerstandorte zu wilden Müllkippen umfunktioniert werden: Hier wird einfach alles hinterlassen, dessen man überdrüssig ist. Nicht selten ist man gar zu bequem, den Müll in die dafür vorgesehene Öffnung zu werfen. Auch hier ist das ein Problem über den wirklich erbärmlichen Anblick hinaus: Der Müll versperrt in Wohn- und Gewerbegebieten Gehwege oder Einfahrten, zieht Ungeziefer an und stinkt nicht selten zum Himmel.

Wohl wahr: Manchmal ist der Container voll trotz regelmäßiger Leerungen. Das jedoch ist keine Aufforderung, die Straße zuzumüllen, sondern eben zum nächsten Container zu fahren bzw. wiederzukommen.

Hundekot? – Wir zahlen doch Hundesteuer!
Der Gipfel der Zumutung ist das Verhalten von Hundehaltern, die den Kot ihrer Vierbeiners im wahrsten Sinn der Wortes der öffentlichen Hand überlassen. Tütenspender und Abfalleimer (38 Stück im Ortsgebiet!) werden großzügig ignoriert. Der widerliche Rest fliegt den städtischen Mitarbeitern beim Mulchen oder Pflegen der Anlagen um die Ohren. Oder klebt an der Hand eines Kindergarten- oder Schulkindes, das ich eigentlich voll Begeisterung auf eine Blume am Wegesrand stürzen wollte. Schön auch die Variante: Verpacken, aber dann fallen lassen. Üppig gefüllt Tütchen säumen so manchen Weg und lösen sich leider nicht in Luft auf. Null Toleranz gilt hier für dummdreiste Sprüche wie: „Ich zahle doch auch Hundesteuer!“ Ja – aber keine Sklaven, die gezwungen sind, die Exkremente Ihres Hundes aufzuklauben und zu entsorgen …

Wie sag‘ ich’s meinem Kinde?
Die Wingertsbergschule stellt Umwelt-AGs zusammen. Hier werden Kinder sensibilisiert für die Pflege der Umwelt und der Umgebung als einem Gut, das nur dann gedeihen kann, wenn alle darauf Acht geben. Die Kleinen laufen durch Feld und Flur und sammeln, was ignorante, zumeist erwachsene Wohlstandbürger fallen lassen. Wie beschämend. Und: Wie stellt man sich Zukunft vor?

Mach mal, Staat!
Der heutige Konsumbürger scheint überfordert mit der Entsorgung seiner ins Unermessliche anschwellenden Flut von Wohlstandsmüll. Und wo er sonst nach Selbstbestimmung schreit, verlangt er hier die staatliche Totalversorgung. In sogenannten modernen Industriestaaten wie Deutschland jedoch weiß man, dass die Pflichten und die Kosten für Eigentum nicht mit dessen Anschaffung enden, sondern dass man auch für dessen sachgemäße(!) Ver- und Entsorgung verantwortlich ist. Die Stadtverwaltung appelliert an ihre Bürgerinnen und Bürger, sich mündig zu verhalten.