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Frisches Treiben im Paeoniengarten

Mit der neuen Saison formiert sich das Pflegeteam rund um die Evangelische Kirche neu

Wenn man genau schaut, spitzt es schon da und dort leuchtend rot aus dem wintergrauen Holz: Die Paeonien im Pfingstrosengarten rund um die Evangelische Kirche treiben schon – und damit kündigt sich an, was von April bis Juni wieder unzählige Menschen in den Kirchgarten gegenüber des UNESCO Welterbes locken und dort faszinieren wird: die mannigfaltige, duftende Pracht der über 90 verschiedenen Pfingstrosensorten, die man mittlerweile und bis jetzt auf dem malerischen Gelände versammelt hat.

Seit der Garten dort gestaltet wurde, ist es zu Füßen der kleinen Sandsteinkirche lebhaft geworden. Unzählige Menschen betreten das Gelände, studieren die Pflanzen, verweilen in dem Garten, besuchen die Kirche. „Man könnte meinen, es ist jeden Tag Weihnachten, so viele Leute kommen und zünden Kerzen an“, freute sich der Küster im Mai. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass sich der Lehr- und Schaugarten zu einem Magnet für Gäste und Einheimische entwickelt hat, der immer mehr Freunde gewinnt. Mit dem Schweizer Experten Walter Good und den beiden Pfingstrosenzüchtern Michael Miely (Österreich) und dem bei Alzey tätigen Volker Emrich, haben sich drei der derzeit führenden Paeonienpezialisten mit dem Lorscher Pfingstrisengarten verbunden.

Mit der neuen Saison arbeitet auch die Pflegegruppe des Dreigestirns aus Kirchengemeinde, Stadtverwaltung und dem rührigen Heimat- und Kulturverein wieder. Über Winter hat sich hier eine Verlagerung der Akteure ergeben. Gisela Steines, die den Garten federführend angelegt hat, wird sich zukünftig einer weiteren Gestaltung rund um die Katholische Kirche annehmen, wo ebenfalls Neues entstehen soll.

Die Pflegegruppe an der Evangelischen Kirche öffnet sich damit weiteren Pfingstrosenfreundinnen und Staudenliebhabern. „Wir suchen

Pflanzenverrückte, natürlich Paeonien-Fans und Blumenfreunde, die durch ihre Mitarbeit in unserem Lehr- und Schaugarten mehr über diese wundervollen Pfingstrosen lernen wollen“, heißt es. Unter der Leitung von Heike Schneider vom städtischen Bau- und Umweltamt, die ebenfalls im Kräutergarten tätig ist und Petra Raulin, u.a. Mitglied beim Heimat- und Kulturverein, soll die Anlage im evangelischen Kirchgarten behutsam vergrößert, vor allem aber zunächst gepflegt werden.

„Wir wollen weiter Beipflanzungen vornehmen, es gibt weitere Paeonien, die wir im Herbst setzen müssen. Vor allem aber wollen wir eine verlässliche Bestandsaufnahme machen, um den Umfang des Gartens zu dokumentieren und sinnvoll zu erweitern“, nennt Heike Schneider einige ihrer nächsten Ziele. Und Petra Raulin, die schon einige Jahre gemeinsam mit Gisela Steines im Paeoniengarten tätig war, sagt: „Wir freuen uns über jede und jeden, die oder der sich mit dem tollen Projekt des Lorscher Pfingstrosengartens verbinden möchte!“

Gearbeitet werden soll nicht nur mehr an Samstagen, sondern durchaus auch unter der Woche, so, wie es eben die Zeit der Helfer hergibt. Schwere Arbeiten werden vom Betriebshof der Stadt übernommen. Doch ohnehin wird vorerst nicht das Neupflanzen, sondern das Pflegen des Bestandes im Mittelpunkt stehen.

In naher Zukunft wird es dann um den Einbezug des bislang brachliegenden Westhanges in den Paeoniengarten gehen. Hier soll die spektakuläre Züchtersammlung des griechischen Malers Nassos Daphnis Platz finden. Ein bislang international einmaliges Projekt, bei dem man mit den schon genannten Walter Good und Paeonienzüchter Volker Emrich zusammenarbeitet.

 

Auf zu neuen Beeten

Stadt, Heimat- und Kulturverein und evangelische Gemeinde dankten Gisela Steines

Die Aufbauarbeit im Lorscher Paeoniengarten unterhalb und hinter der evangelischen Kirche ist mit Ablauf des Jahres 2016 zunächst zu Ende gegangen. Dieser Aufbau war gestalterisch von Gisela Steines als Paeonienexpertin des Heimat- und Kulturvereins betreut worden. Unterstützt vor allem von Bernd Thomé und Stefan Poeplau und weiteren Helferinnen, pflegte sie die Anlage seit 2013. Die derzeit zur Verfügung stehenden Flächen sind nunmehr weitgehend gestaltet.

In einem weiteren Projektabschnitt soll zukünftig der derzeit noch brachliegende Westhang des Geländes ebenfalls mit Paeonien bepflanzt werden. Dabei handelt es sich zunächst um eine größere gartenbautechnische Maßnahme: Der Hang muss erschlossen werden. Aus diesen Gründen ist nun auch neben dem KULTour-Amt das Bau- und Umweltamt offiziell als zweites städtisches Amt in das Projekt eingebunden.

Zum derzeitigen Zeitpunkt ist damit die erste Projektphase des Lehr- und Schaugartens abgeschlossen und die Anlage steht vor einer erheblichen Ausweitung. Vor allem der bestehende und noch zu erwartende Arbeitsumfang war Gisela Steines für sich und ihr Team zu umfangreich geworden. In einem gemeinsamen Meeting mit dem Vorsitzenden des Heimat- und Kulturvereins Reinhard Diehl und der Stadtverwaltung erklärte sie deshalb schon Frühherbst 2016, ihre Aktivitäten aus dem evangelischen in den katholischen Kirchgarten verlegen zu wollen. Dort möchte sie wiederum verstärkt gestalterisch, ebenso mit dem Schwerpunkt Paeonie, tätig werden.

Der Paeoniengartens an der evangelischen Kirche wird deshalb ab Frühjahr 2017 von einem neuen Team betreut, in dem sich neben dem Heimat- und Kulturverein verstärkt die Stadt Lorsch engagiert. Auch die evangelische Kirche bleibt dem Projekt nach wie vor als Grundstückeigentümerin und damit als dritte Projektpartnerin treu. Frau Steines bleibt dem Projekt ebenfalls verbunden und steht für Führungen bspw. am Pfingstrosensonntag im Paeoniengarten bereit.

Bürgermeister Schönung, Pfarrer Renatus Keller und der Vorsitzende des Heimat- und Kulturvereins Reinhard Diehl dankten der Expertin für ihre grundlegende Arbeit. „Frau Steines hat gemeinsam mit Bernd Thomé und Stefan Poeplau dem Lorscher Pfingstrosengarten sein Gesicht gegeben und die Anlage mit großer gestalterischer Kraft zu einem außerordentlich beliebten und besuchten Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste gemacht“, so der Bürgermeister.

Damit steht die Pfingstrosenspezialistin durchaus in der Tradition ihrer Herkunftsfamilie Dexler, die in Lorsch in der Vergangenheit und zuletzt bei der Umgestaltung des Welterbes architektonisch und gartenarchitektonisch sichtbare, bleibende und vielfach anerkannte und ausgezeichnete Spuren hinterlassen hat. Auch die vorgesehene gartenarchitektonische Gestaltung des Westhanges liegt in Händen der Familie, nämlich ihres Cousins, dem Landschaftsarchitekten Lorenz Dexler.

„Unter der Leitung von Frau Steines und durch hunderte von Arbeitsstunden ist der Garten über drei Jahre außerordentlich gut gediehen“, so Reinhard Diehl, dem sich Pfarrer Renatus Keller anschloss: „Für all dies gilt Frau Steines und ihrem Team der ganz besonders herzliche Dank der evangelischen Kirchengemeinde sowie der Stadt Lorsch und des Heimat- und Kulturvereins. Wir freuen uns, auch weiterhin auf den Rat und die fachliche Unterstützung von Frau Steines zählen zu können und darauf, ihr neue Wirkungsfeld wachsen zu sehen.“

Das Pflegeteam des Lorscher Pfingstrosengartens lädt zur neuen Saison weitere Blumen- und Gartenfreunde zur Mitarbeit ein. Interessierte melden sich bei Heike Schneider (h.schneider@lorsch.de, Fon 0 61 51. 59 67-305).

Der Lorscher Pfingstrosengarten ist ganzjährig öffentlich zugänglich (Nibelungenstraße 25). Der Garten liegt im Fußgängerbereich. Von März bis Mitte Juni kann man Führungen buchen (Tourist-Info NibelungenLand, Fon 0 62 51.17 52 60; info@nibelungenland.net).

Mit dem Welterbetag am 04. Juni findet auch wieder der Pfingstrosensonntag statt mit Vorträgen, Paeonienverkauf, Informationsständen und Führungen.

Weitere Auskünfte: KULTour-Amt Lorsch, Fon 0 62 51.59 67-501, KULTour@lorsch.de